Togos Nationalelf tritt doch an

Für die im Juni / Juli diesen Jahres stattfindende Fußball-WM in Südafrika ist der Anschlag auf die Nationalmannschaft von Togo, die auf der Anfahrt zum Afrika-Cup beschossen wurde, wobei mindestens drei Menschen starben sicherlich keine gute Werbung. Auch wirft dies im Vorfeld der Fußball-WM auf dem Schwarzen Kontinent in Südafrika wieder die Fragen nach der Sicherheit auf. Sind diese ausreichend? Können Anschläge ausgeschlossen werden? Kritikern gibt der Anschlag auf die Nationalmannschaft von Togo neuen Zündstoff.

Gestorben seien bei dem Anschlag drei Menschen (darunter der Fahrer des Teambusses, sowie der Assistenztrainer und der Pressesprecher). Verwirrung allerdings gab es um einen vierten angeblich Toten, und zwar den Ersatztorwart Kodjovi Obilale. Allerdings herrscht derzeit noch Verwirrung um diejenigen, die gestorben seien, anderen Quellen zufolge sei nämlich der Fahrer des Busses nicht gestorben. Nach Auskunft der Milpark-Klinik in Johannesburg befindet sich aber Obidale in einem stabilen Zustand nach seinen Schussverletzungen.

Die Regierung von Togo hat ihre Nationalelf eigentlich in die Heimat zurückbeordert und die Spieler selbst sollen wie es aus Insiderkreisen verlautete auch andere Teams zum Boykott des Afrika-Cup aufgefordert haben. Grund ihre Mannschaft nach Togo zurückzubeordern hat die Regierung von Togo insbesondere weil viele die Spieler noch immer unter Schock stehen. Dass die Sportler mit den Nerven am Ende sind und daher kein Spiel bestreiten können, ist auch nur zu verständlich. Und Togos Nationaltrainer Hubert Velud erhob schwere Vorwürfe gegen das Organisationskomitee des Afrika-Cup, der in Angola stattfindet. Velud ist der Meinung, dass sich die angolanischen Organisatoren überlegen sollten, den Wettbewerb nicht gänzlich abzusagen. Während der Anschlag auf die Nationalmannschaft von Togo inzwischen als Krieg bezeichnet wird, bleibt einmal mehr der eigentliche Gedanke eines derartigen Wettbewerbs auf der Strecke, nämlich Freude am Spiel und am Sieg zu haben und den afrikanischen Fußball zu feiern. Nach einigen mit der Organisation geführten Gesprächen hat sich die Nationalelf von Togo nun entschlossen doch anzutreten und den Attentätern zu trotzen.

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