Rodler stirbt bei Unfall bei Olympischen Spielen
By Schleussner on Feb 12, 2010 with Kommentare 0
Vom 12. bis 28. Februar 2010 dauern die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Es sollten schöne Spiele in Zeiten der Krise werden, doch kurz vor der Eröffnungsfeier gab es ein schweres Unglück: Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili kam beim Abschlusstraining auf der Rodelbahn ums Leben. Nun kritisieren Athleten und Funktionäre die als sehr schnell geltende Strecke.
Noch vor Ort wurde versucht den 21-jährigen zu reanimieren. Doch die Verletzungen, die der Georgier erlitten hatte, waren zu schwer. Geschehen ist dies heute um 21.08 MEZ. In Vancouver war es zu dieser Zeit 12.08 Uhr. IOC-Vizepräsident Thomas Bach bestätigte inzwischen den Tod des Wintersportlers und nannte dies eine Tragödie. Die Gedanken des IOC und der übrigen Wintersportler wären nun bei der Familie von Nodar Kumaritaschwili und gelten auch der georgischen Nationalmannschaft.
Durch einen Fahrfehler in Schwierigkeiten geraten war Kumaritaschwili in der “Thunderbird”-Kurve. Es handelt sich hier um die letzte der 16 Kurven des 1374 Meter langen Hochgeschwindigkeitskurses. Nodar Kumaritaschwili flog daraufhin kurz hinter der Ziellinie aus der Eisrinne, und zwar mit dem Rücken und dem Hinterkopf direkt auf einen Stahlträger. An diesem ist das Dach der Bahn befestigt. Die Geschwindigkeit, die Kumaritaschwili in diesem Moment drauf hatte waren über 144 km/h. Dass derartige Geschwindigkeiten überhaupt erreicht werden konnten, waren laut Experten, die sich nun schon zur Wort gemeldet haben, gar nicht geplant. Allenfalls 137 km/h. Jeder, der mit der Planung der Eisrinne zu tun hatte, warnte schon im Vorfeld vor der Heftigkeit der Bahn.
Dass ein Sportler bei den olympischen Winterspielen ums Leben gekommen ist, war bisher noch nie der Fall. Und der Schock sitzt bei allen Verantwortlichen und Sportlern entsprechend tief. Aber Kumaritaschwili war dieser Tage nicht der einzige, der in der Eisrinnne von Vancouver in Schwierigkeiten kam, bereits am Donnerstag war Andi Langenhan im Training gestürzt.
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