Hohe Strafe für FC Bayern Fußballer nach Interview

Der Fußballverein FC Bayern München steckt derzeit tief in der Krise – fußballtechnisch gesehen. Wenn das nicht genug wäre, jetzt legt sich Verteidiger Philipp Lahm auch noch mit der Vereinsführung an, und zwar indem er in einem Interview eine sehr scharfe Fehleranalyse riskiert. Nun soll Lahm für dieses Interview eine Rekordstrafe zahlen von mehreren Tausend Euro ist die Rede. Die Führungsriege des FC Bayern scheint also nicht so heftige Kritik zu vertragen. Doch die Frage ist auch, was den Spieler zu einer derartig heftigen Attacke trieb. Und das alles vor der geplanten Amtsübergabe im Bereich des Präsidentenamtes am 27. November, wo Franz Beckenbauer den Stab der Führung des FC Bayern in die Hände von Uli Hoeneß legen wird. Dabei war die Hauptversammlung des FC Bayern, in der am 27. November der feierliche Stabwechsel vollzogen werden sollte um einige Programmpunkte erweitert werden. Denn immerhin umging Philipp Lahm mit seinem brisanten Interview alle Autorisierungsinstanzen des Clubs und landete so auch noch ohne Wissen der Bayern-Verantwortlichen in der Zeitung. Allerdings steht Lahm nicht allein auf weiter Flur. Unterstützung kam von einem ehemaligen Kollegen. Oliver Kahn, der während seiner Profilaufbahn auch nicht als „Leisetreter“ und nun für Lahms klare Worte durchaus Verständnis zeigt als er von der Presse am Rande des Deutschen Sportpresseballs interviewt wurde. Dabei hatte Lahm mit seiner Wortwahl Uli Hoeneß zwar nicht direkt angegriffen, aber letztlich doch das Gesamtkonzept der FC Bayern Führungsriege in Frage gestellt.

Aber Philipp Lahm war ja an der Bayern-Front nicht der einzige „Störenfried“, den es gab. Stadionflüchtling Luca Toni erfuhr aber ebenfalls moralischen Beistand, und zwar von Schalke Angreifer Kevin Kuranyi. Dieser hat im Bezug auf das „Fliehen aus dem Stadion“ selbst Erfahrung, und zwar von vor etwa einem Jahr in der Halbzeitpause des Länderspiels Deutschland gegen Russland, wo Kuranyi vorzeitig und vor allem frustriert die Arena verließ. Danach warf Bundestrainer Joachim Löw Kuranyi aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft – Rückkehr unwahrscheinlich solange Löw Bundestrainer ist, denn eine „Begnadigung“ lehnte Löw nun bereits schon mehrfach ab.

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