Steffen Kretschmann verliert Kampf seines Lebens
By Schleussner on Mrz 28, 2010 with Kommentare 0
Für Steffen Kretschmann sollte der Kampf am 27. März der Kampf seines Lebens werden. Doch dieser Traum ist nun geplatzt, denn in der 9. Runde gab Schwergewichtsboxer Steffen Kretschmann gegen Denis Bakhtov überraschend auf. 2,75 Millionen Zuschauer waren dabei, als die Ringrichter den Russen Bakhtov nach langer Diskussion zum Sieger erklärten. Unter den prominenten Gästen am Boxring waren unter anderem Moritz Bleibtreu, Oliver Pocher, Sara Nuru und Verena Wriedt zugegen. Darüber hinaus noch weitere ca. 4300 Gäste, die in der Alsterdorfer Halle in Hamburg dem Sportgroßereignis, das von SAT 1 live übertragen wurde, dem Kampf beiwohnten und mit Steffen Kretschmann fieberten. Der Abend war aufwändig inszeniert. Die Einmarschmusik für Steffen Kretschmann wurde von der walisischen Sängerin Katherine Jenkins live gesungen – “Bring me to life”.
Für Steffen Kretschmann bedeutet das Verlieren des Kampfes gegen Denis Bakhtov wohl auch das Ende seiner Karriere. Die von Sat.1 engagierte “Mentaltrainerin” Regina Halmich hatte nach eigenen Angaben “schon vorher ein ungutes Gefühl”. Dieses wurde nun durch den Kampf bestätigt. In einer vierteiligen Dokumentation hatte SAT1 Kretschmann exklusiv bei seinen Vorbereitungen begleitet. Darin sah man, wie der Hüne aus Köthen in Sachsen-Anhalt in bester Rocky-Manier aufgebaut wurde. Für Kretschmann gab es diesem Boxklassiker gebührend von Promoter Ahmed Öner ein Trainingslager in Russland spendiert, wo Kretschmann tänzelnd zwischen Rinderhälften im Schlachthof und mit Lauftraining im Wald und mit einem Baumstamm auf dem Kreuz gefilmt wurde. – War das eventuell zu viel Belastung für den als sehr sensibel geltenden Kretschmann.
Es war Steffen Kretschmann in der 9. Runde selbst, der eine Aufgabe-Geste abgab. Dramatisch war dann, was sich danach abspielte, denn der Ringrichter hatte noch nicht unterbrochen, als Bakhtov noch einmal zuschlug. Dem Ringrichter reichte dies schließlich um Bakhtov dessen Disqualifikation anzustreben. Promoter Ahmed Öner ging mit dem Ringrichter danach in Beratung und hob nach während der Beratung im Ring die Hand des Russen als Siegeszeichen.
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