Die Zecken sind zurück
By Schleussner on Mrz 26, 2010 with Kommentare 0
Zeckensaison ist von April bis Oktober. Das heißt die kleinen Spinnentierchen, die den Menschen nach einem Biss FSME und Borriolose bringen können, sind wieder auf Feldern und Wiesen, aber auch in Gärten anzutreffen. Die Temperaturen, bei denen die kleinen Blutsauger aus ihrem Winterschlaf erwachen sind in den letzten Wochen erreicht worden. Die magische Grenze liegt hier bei plus 8 Grad. Für diejenigen, die in den letzten Tagen mal nach langer Zeit wieder einen längeren Spaziergang wagten, setzten sich also wieder der Gefahr von Zeckenbissen aus. Die kleinen Tierchen können nämlich die Erreger gefährlicher Infektionskrankheiten übertragen. Über die mit Widerhaken versehenen stachelartigen Mundwerkzeuge gelangen nach dem Festbeißen die Krankheitserreger dann in den menschlichen Körper.
Durch die Klimaerwärmung hat sich die Verbreitung der Zecken immer weiter ausgebreitet – und zwar gen Norden. Die Risikogebiete, die vom Süden Deutschlands ausgehen werden somit immer größer. Aber auch größere Höhen scheinen Zecken nicht allzu viel auszumachen. So wurden auf Höhen von 1500 m in Tschechien und Österreich Zecken nachgewiesen, wobei bislang 1000 m Höhe als deren Lebensgrenze galten. Aber auch dort gibt es bodennahe Vegetation bis maximal 1 1/2 m Höhe, wo sich Zecken am liebsten auf die Lauer legen, um sich dann in einer weichen Hautpartie festzubeißen.
Allerdings nicht erst jetzt, sondern schon Ende Januar 2010 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) den ersten Fall von FSME in Deutschland registrieren müssen. 287 Menschen waren es 2009, die an FSME erkrankten, gegen die man sich aber schützen kann durch eine Impfung. Diese Impfung ist in Risikogebieten sogar kostenlos, das heißt diese Kosten werden von der Krankenversicherung getragen. Gegen die von Bakterien verursachte Borreliose gibt es allerdings keine Impfung. Jedes Jahr erkranken daran rund 60.000 Menschen, die teils auch unter Spätfolgen leiden.
Schutz gegen Zeckenbissen kann allein entsprechende Kleidung schützen, wobei Zecken sogar nachgewiesenermaßen sogar einen Waschgang mit 40 Grad überleben. Eine Waschtemperatur von 60 Grad allerdings und ein Trocknergang machen den Spinnentierchen den Gar aus.
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