Drei Schweinegrippe Tote an einem Tag
By Schleussner on Okt 31, 2009 with Kommentare 0
Die Schweinegrippe breitet sich derzeit immer schneller aus, und zwar auch in Deutschland. Gleich infizierte Menschen starben am vergangenen Freitag, in Bonn, Augsburg und im Saarland. Allerdings hatte nur eines der Opfer keine bekannte Vorerkrankungen. Die 48jährige hatte keine bekannte Vorerkrankung, die den schweren, bzw. tödlichen Krankheitsverlauf erklären würde. Unklar ist auch, wo sich Frau angesteckt hatte. Das Robert Koch Institut (RKI) rechnet nun damit, dass auch in Deutschland verstärkt Patienten ohne weitere Vorerkrankungen an der Schweinegrippe sterben könnten. Die offiziellen Zahlen liegen derzeit weltweit bei 5.700 Schweinegrippe-Toten, wie die WHO ebenfalls am Freitag in Genf mitteilte.
Derzeit herrscht in Deutschland allerdings noch immer Impfmüdigkeit, doch rechnet das für die Zulassung von Arzneimitteln zuständige Bundesinstitut, das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen, bald doch mit einem Andrang auf Arztpraxen, wenn sich die Zahl der Infizierten weiter erhöhe. Gleichzeitig bestätigt das zuständige Bundesinstitut allerdings auch dass „unglaublicher Blödsinn” derzeit verbreitet wird. Dabei äußern derzeit wegen dem noch eher milden Verlauf selbst Ärzte Vorbehalte gegen die Impfung. Sachlich gesehen gebe es allerdings überhaupt keinen Grund für Vorbehalte, wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilte, denn die kritisierten Wirkungsverstärker seien längst erprobt und auch in herkömmlichen Grippe-Impfstoffen schon millionenfach gespritzt worden.
Dabei hat inzwischen Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler (FDP) – sozusagen in seiner ersten Amtshandlung – am Samstag davor gewarnt, auch die normale Herbstgrippe nich zu unterschätzen, und diese sei derzeit noch gefährlicher als die Schweinegrippe. Rösler selbst erläuterte, dass er sich selbst einmal gegen die normale Grippe impfen lassen werde. Den Bürgern empfahl er, den Arzt um Rat zu fragen.
Die Impfungen gegen Schweinegrippe liefen in der ersten Woche der Zuverfügungstehung des Impfstoffes nur schleppend an. Vorrangig geimpft werden Klinikmitarbeiter, Polizisten und Feuerwehrleute, wie auch chronisch Kranke. Das Robert-Koch-Institut rief indes die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf. Wichtiger denn je sind insbesondere neben der Impfung auch die persönlichen Hygienemaßnahmen als Präventionsmaßnahme.
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