Köhler zurückgetreten, Käßmann mögliche Nachfolgerin?

Deutschland hat kein Staatsoberhaupt mehr. Bundespräsident Host Köhler trat heute vor die Presse und erklärte seinen Rücktritt. Mit anwesend bei seiner nur drei Minuten langen Ansprache bzw. Erklärung war auch seine Frau. Die Begründung für den Rücktritt von Köhler aus Amt und Würden als Staatsoberhaupt von Deutschland: Seine doch recht missglückten Äußerungen wegen des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr. Er schob auch wirtschaftliche Interessen vor, die die Bundesregierung bewegen würden, in Afghanistan so engagiert zu sein, obwohl es in den letzten Monaten viele Tote auf der Seite der deutschen Präsens in diesem Land zu beklagen gab. Die SPD hat nun Margot Käßmann ins Gespräch gebracht, die nach ihrer Alkoholfahrt in Hannover von ihren Ämtern als Landesbischöfin und auch als Vorsitzende des Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurückgetreten war.

Fakt ist, dass man sich etwas einfallen lassen muss in den nächsten 30 Tagen. Dann nämlich muss ein Nachfolger für Horst Köhler gefunden sein. Margot Käßmann wäre doch wohl eine kleine Sensation an der Spitze der Deutschen: Eine Frau, die sich hat bei einer Alkoholfahrt erwischen lassen, aber daraufhin so konsequent war, dass sie aus allen Ämtern zurückgetreten ist, obwohl sie das gar nicht hätte tun müssen. Damit aber hat Margot Käßmann genau das bewiesen, was vielen Politikern fehlt: Aus ihren eigenen Fehlern auch Konsequenzen ziehen. Nun ja, Horst Köhler hat es ihr nun gleich getan. Denn vergeblich wartete Köhler nach der Kritik an seinen Äußerungen wegen Afghanistan auf die Unterstützung der Kanzlerin oder von anderen Politikern. Doch sein politische Ziel hat Horst Köhler erreicht. Er hat sich mehrfach eingemischt, Gesetze nicht unterschrieben und Bundestag und Bundesrat so mehrfach gezwungen Gesetze nachzubessern.

Außer Margot Käßmann gibt es noch weitere mögliche Kandidaten, die nun in Frage kommen für die Nachfolge von Köhler. Hierzu gehören aus der Reihe der Union Bundestagspräsident Norbert Lammert, aber auch Bildungsministerin Annette Schavan und die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer. Ebenfalls im Gespräch ist Richard Schröder (der letzte SPD-Fraktionsvorsitzende in der DDR-Volkskammer).

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