Bundestagswahl 2009 die Ergebnisse
By admin on Okt 01, 2009 with Kommentare 0
Man wusste von Anfang an, dass die große Koalition zwischen Union und SPD nicht weiter geführt werden soll. So kristallisierte sich mit der Zeit immer mehr eine Schwarz-Gelbe Koalition und eine Rot-Rot-Grün Koalition heraus. Doch wer genau als Sieger in den Bundestag ziehen wird wusste man trotz schlechter Prognosen für die SPD noch nicht zu 100 Prozent.
Die CDU versprach “Sicherheit und Vertrauen im Land” gemäß der über 4 jahrelang bekannten Manier unter Frau Angelika Merkel. Die SPD bemühte sich mit Herrn Frank-Walter Steinmeier den Wähler zu gewinnen indem sie als Lösung für die Wirtschaftskrise das Aussprechen von klaren Regeln und Richtlinien gegenüber der Wirtschaft nannte. Oskar Lafontaine und die Linke Partei versuchten durch Aussagen wie “Harz IV Abwählen”, “Raus aus Afghanistan” und “Reichtum besteuern” ihrer sozialen Einstellung gerecht zu werden. Am meisten gespannt war man wohl auf das Ergebnis der Piraten-Partei, welcher der Datenschutz im Internet und das Verbot von einem Patent auf Tieren und Land ein Anliegen war.
Letztendlich geht wohl die SPD mit 23,6% als klarer Verlierer aus dieser Wahl hervor, da sie den Wähler nicht überzeugen konnte. Zu einem großen Teil hat sie die Wähler an die Linke Partei verloren, da diese dem Wähler mehr sozial erschien, als das wofür die SPD jahrelang stand.
Der eindeutige Gewinner ist die FDP, die seit ihrem Bestehen das beste Wahlergebnis mit 14,6% hatte. Zusammen mit der CDU (selbst 33,8%) stellt man nun die Regierung in Berlin. Schaut man jedoch genauer hinter die Zahlen, so erkennt man, dass eine Regierung der beiden Parteien ohne so genannte Überhangmandate niemals zustande gekommen wäre. Diese Überhangmandate werden bis zur nächsten Wahl abgeschafft und gesetzlich verboten. Auch kann man Grün mit 10,7% als Gewinner Zählen. Äußerst bemerkenswert war, dass die Piraten-Partei mit 2% das beste Ergebnis aller neu einsteigenden Parteien bisher hatte. Die NPD hatte nur 1,5% und kam somit nicht über die 5% Hürde.
Insgesamt sank die allgemeine Wahlbeteiligung auf 70,8%, so kann man die Nichtwählerschaft mit 18,1 Millionen Menschen als “stärkste Partei” sehen. Dies ist ein Problem, dass wohl dringend gelöst werden muss. Immer weniger junge Menschen wählen, da sie von der Politik in kaum einer Weise angesprochen werden, doch eben diese Jugend wird früher oder später einmal Deutschland ausmachen.
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