Griechen demonstrieren gegen Sparpaket

Während die griechische Regierung darum kämpft dass sie von der europäischen Staatengemeinschaft so viel Geld wie möglich erhält, um die Haushaltslöcher zu stopfen, gehen zehntausende Griechen auf die Straßen, um gegen das Sparpaket zu demonstrieren, angestachelt von den Gewerkschaften, die nun weit über den 1. Mai hinaus ihrem Unmut Luft machen. Sogar die Rede von einem neuerlichen Bürgerkrieg ist inzwischen schon. Gestern war es mehreren Demonstranten sogar gelungen am Abend die Sicherheitsleute des staatlichen griechischen Fernsehsenders NET zu überrumpeln. In den Gängen des Senders kam es anschließend zu Tumulten. Gestürmt wurde durch die Eindringlinge auch die Live-Sendung der Nachrichten, so dass die Sendung abgebrochen wurde, worauf hin der Sender Dokumentarfilme über den Äther schickte.

Es ist hierbei nicht Griechenlands Regierung selbst, die ihren Bürgern die Sparpläne aufzwingen möchte, sondern der Druck, den diese derzeit aus den europäischen Ländern bekommen, die zum Teil schon bereitstehen – wie Deutschland – um Milliardenhilfen zu leisten, damit Griechenland finanziell nicht untergeht. Allerdings begreifen dies die Staatsbediensteten, die Rentner und die übrigen Verbraucher nicht. Dabei sind die Einschnitte sehr gravierend, die vorgenommen werden in der nächsten Zeit in Griechenland. So wird zum Beispiel die Mehrwertsteuer erhöht, und, und, und …

Und gegen diese Sparpläne und Erhöhungen von Steuern protestieren die Griechen nun. Die Streikwelle hat inzwischen weit um sich gegriffen. Schulen, Ministerien und Behörden bleiben geschlossen und in vielen Krankenhäusern Griechenlands behandeln Ärzte nur noch Notfälle. Was auch sehr beeinträchtigt war heute und morgen wohl noch mehr sein wird ist der Flugverkehr von und nach Griechenland. Aber auch viele andere aus der Tourismusbranche haben Streiks angekündigt oder befinden sich sogar schon mittendrin. Hierzu gehören auch Hoteliers, Ladenbesitzer, Taxifahrer und viele andere Berufsgruppen. Die griechische Regierung lässt indes an ihrem Kurs fest und lässt sich von den Streiks der Gewerkschaften nicht beeindrucken. Und die Beschlussfassung über das Sparpaket ist wohl nicht mehr aufzuhalten, denn spätestens morgen wollen die Abgeordneten darüber abstimmen.

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