Friedensnobelpreis für Obama
By Schleussner on Okt 09, 2009 with Kommentare 0
Am heutigen Vormittag hatte das Nobelpreis-Komitee in Oslo seine Entscheidung über die Vergabe des Friedensnobelpreises bekannt gegeben. Vergeben wird er an US-Präsident Barack Obama. Dieser sieht diese Ehre als Auftrag zum Handeln an. Das Komitee rechtfertigte seine Entscheidung damit, dass Barack Obama im Bereich der internationalen Diplomatie und in der Zusammenarbeit zwischen den Völkern dieser Welt in seiner nur kurzen Amtszeit bisher außergewöhnliche Arbeit geleistet hat. Und auch mit dem aktuellen Handlungsdruck, der in der Weltpolitik derzeit bestünde. Als Präsident habe er ein neues Klima in die internationale Politik gebracht. Obama sieht den Friedensnobelpreis im Übrigen nicht als Anerkennung seiner eigenen Verdienste, sondern der von ihm gesetzten Ziele, und zwar für die USA selbst, wie auch die der Welt. Wie Obama ebenfalls in seiner Dankesrede nach der Bekanntgabe der Vergabe des Friedensnobelpreises sagte, fühle er nicht, dass er es verdient hätte in einer Reihe mit den bisher damit geehrten Persönlichkeiten zu stehen. Obama selbst sieht den Preis, wie er sagte, als einen Aufruf zum Handeln an, gerichtet an alle Nationen, die gemeinsam anstreben sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen. Obama nutzte diese Rede auch, um seiner Forderung nach einer weltweiten Abrüstung hinsichtlich Atomwaffen noch einmal Nachdruck zu verleihen. Obama betonte, dass alle Nationen das Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomkraft hätten, ohne Machtgebaren. Ausdrücklich nannte Obama in seiner Rede die atomare Abrüstung und den Konflikt zwischen Israel und Palästina im Nahosten.
Die Auszeichnung Obamas stieß weltweit auf Begeisterung. Die Entscheidung wurde insbesondere durch zahlreiche Politiker und ehemalige Preisträger begrüßt, wobei sich auch Zweifler fanden. Bundeskanzlerin Angela Merkel aber sprach von einer großartigen Auszeichnung. Es sei Obama binnen kurzer Zeit gelungen in den Reihen der Staats- und Regierungschefs und damit weltweit für einen neuartigen noch nie da gewesenen Tonfall zu sorgen und vor allem die Gesprächsbereitschaft untereinander voranzubringen.
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