Weltrekord mit Kichererbesensuppe

Die Kichererbse war in Kleinasien als Nutzpflanze schon vor 8.000 Jahren bekannt wurde dort angebaut. Der Libanon ist zwar nicht Klein- sondern eher Vorderasien, dennoch wagten nun im Libanon über 250 Köche das Kochen von 2 Tonnen Kirchererbsenpüree.Mit einem Riesen-Hummus wollten diese Köchen nun nicht nur den Weltrekord knacken, sondern auch die Paste als nationales Eigentum reklamieren lassen. Denn die ganze Veranstaltung des Weltrekord-Versuchs avancierte auch zum politischen Statement – denn die Veranstalter behaupten, dass der Libanon die Geburtsstätte dieses weit verbreiteten Gerichts sei. Der Hauptgrund für diese Behauptung dürfte wohl sein, dass Libanons Nachbar Israel Hummus für sich reklamiert und das Gericht als nationale Spezialität vermarktet. Der Libanon wolle mit dieser Aktion aber „der ganzen Welt mitteilen, dass Hummus ein libanesisches Produkt ist”, sagte Fady Jreissati, der Chef einer Eventagentur und Organisator der Aktion.

Fest steht: Kichererbsensuppe (säuerlich im Geschmack) ist ein Jahrhunderte altes, arabisches Gericht, das allerdings nicht nur im Nahen Osten sondern inzwischen weltweit gern gegessen wird. Im Libanon wird der Hummus in der Regel auf einem kleinen Tellerchen serviert, und zwar garniert mit Petersilie und Pinienkernen. Diesem Mal wurde die Kichererbsensupppe in den libanesischen Nationalfarben angerichtet.

Nötig waren für den Weltrekord-Hummus 1350 Kilogramm zerstampfte Kichererbsen, 400 Liter Zitronensaft, 26 Kilogramm Salz und auch eine nicht näher genannte Zahl von Knoblauchzehen. Diese Zutaten wurden von den 250 Köchen und zahlreichen Helfern stundenlang gerührt in der Altstadt von Beirut. Dabei wurde die libanesische Nationalhymne mehrfach abgesungen.

Kichererbsensuppe kochen ist eine Sache – Taboulé, ein Salat aus gehackter Petersilie und Tomaten, serviert – eine andere. Weil den Köchen ein Rekord nicht ausreicht, wurde weiter gerührt und geschnipselt. Aber wann und ob die geschlagenen Hummus-Köche aus Israel nun zum kulinarischen Gegenschlag ausholen wird, ist bislang nicht bekannt. Grundsätzlich gilt: Rekorde müssen nicht immer im Erfinderland aufgestellt werden. Das größte Rührei stammt nämlich aus Kanada und das größte Tiramisu aus der Schweiz.

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