Kein McDonalds mehr auf Island
By Schleussner on Okt 27, 2009 with Kommentare 0
Die McDonald’s Corporation ist mit seinen Fastfood Restaurants weltweit vertreten – na ja so manchen weißen Flecken gibt es noch, aber McDonald’s hat inzwischen auch eine Reihe von islamischen Ländern erobert und arbeitet dort anstatt mit Schweine- eben mit Lammfleisch und anderen Lebensmitteln, die als koscher gelten. Einen weißen Fleck muss McDonald’s allerdings nun wieder auf seiner „Landkarte“ hinzufügen, denn in der Folge der Finanzkrise zieht sich McDonald’s aus Island zurück. Die erste McDonald’s Filiale in Island wurde im Jahr 1993 eröffnet. Der damalige isländische Regierungschef David Oddsson aß den ersten Burger.
Als Grund warum McDonald’s Island nun als weißen Flecken auf seiner „Landkarte“ hat, sind die Folgen der weltweiten Finanzkrise, die Island besonders hart betroffen hatten. Insbesondere die Importkosten für die von McDonald’s verwendeten Lebensmittel wären stark angestiegen. McDonald’s musste hierbei nach Island alles importieren, angefangen vom Fleisch, über Gemüse und Käse bis hin zu den Verpackungen. Eine eigene Infrastruktur für die Herstellung war auf Island nie vorhanden. Die ganzen Lebensmittel und Verpackungen wurden bisher übrigens aus Deutschland importiert.
Diesen Grund nennt auch McDonald’s, bzw. die isländische Betreiberfirma Lyst für den Entschluss alle zwei im Inselstaat eröffnete Restaurants zu schließen. Geschlossen werden die Tore dieser Filialen am 1. November. Wie Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson in einem Interview betonte, sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. Letztlich seien die Filialen eh nie gut besucht gewesen.
Nach dem Absturz der isländischen Krone in der Folge der weltweiten Finanzkrise hatten sich dann nach den Angaben von Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson verdoppelt. Ein Grund war, dass der Euro seit März 2008 gegenüber der isländischen Krone um fast 80 Prozent an Wert gewonnen hat. Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson will die Läden, die bisher das McDonald’s Emblem trugen, unter anderem Namen weiterführen. Lyst-Chef Jon Gardar Ogmundsson setzt dabei auf günstigere isländische Produkte. Island Urlauber können sich nun also auf zwei weitere Restaurants mit vermutlich isländische Küche freuen.
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