Quelle startete Ausverkauf

Nach über 80 Jahren werden sich vermutlich Ende 2009 endgültig die Türen und Tore schließen bei Deutschlands bisherigem größten Versandhaus. Seit dem 01. November hat nun der Insolvenzverwalter die Rabattschlacht auf der Quelle Webseite freigegeben. Seither stürmen die Verbraucher die Webseite www.quelle.de geradezu und haben trotz technischer Aufrüstung den Server ins Stottern gebrach – sprich um online nach Schnäppchen zu suchen müssen potenzielle Quelle Kunden sehr viel Geduld mitbringen. Das insolvente Unternehmen lockt dabei mit sehr hohen Preisnachlässen. Allerdings verleiden die extrem langen Ladezeiten wegen Überlastung den Verbrauchern doch ein wenig die Jagd nach Schnäppchen auf der Quelle Webseite.

Auch heute war die Website von Quelle dem enormen Kundenansturm zunächst nicht gewachsen. Sonntag war die Webseite nach dem Start des Ausverkaufs zeitweise gar nicht zu erreichen. Die Kunden beschweren sich dabei zurecht, weil ständig die Seite zusammenbricht. Dabei bestätigte Quelle, dass es aufgrund der großen Nachfrage durchaus technische Probleme gebe, allerdings würde mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. Bis dahin steht den Kunden immer noch die Option offen telefonisch zu bestellen. Trotz aller technischen Problem gingen aber bereits am 1. Tag des Ausverkaufs laut der Insolvenzverwaltung von Quelle 61.700 Bestellungen ein. Der bisherige Rekord von 45.900 Bestellungen im Weihnachtsgeschäft 2008 wurde damit übertroffen.

Auswählen können diejenigen, die die Webseite von Quelle überhaupt erreichen zwischen 18 Millionen preisreduzierte Artikeln. Der Ausverkauf ist für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen geplant. Die Auslieferung der Waren soll dabei bis Weihnachten erfolgen. Gestemmt wird der Ausverkauf bei Quelle mit einer bereits reduzierten Mannschaft von 4300 Mitarbeitern. 2100 Mitarbeiter von Quelle hatten am vergangenen Freitag ihren letzten Arbeitstag bei dem Traditionsunternehmen, das am 26. Oktober 1927 durch Gustav Schickedanz gegründet wurde. Ebenfalls von der Pleite des Traditionsunternehmens betroffen ist der Logistikpartner DHL der Deutschen Post AG. In Bochum, Lehrte und Nürnberg werden Standorte vermutlich vollständig geschlossen und auch Stellen in der Verwaltung in Frankfurt am Main abgebaut. Betroffen sind im Zuge der Quelle Pleite vermutlich mehr als 900 Mitarbeiter von DHL.

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