Ratingagentur sorgt für Unruhe an Märkten
By Schleussner on Apr 28, 2010 with Kommentare 0
Im Bundeskanzleramt dürfte nun Hektik ausbrechen, denn der drastisch gesunkene Euro-Kurs lässt Bundeskanzlerin Angela Merkel was eine Griechenland-Hilfe angeht nun doch erweichen und will nun doch gleich helfen. Ihre Reaktion der letzten Tage hatte allerdings den Eindruck gemacht, als wollte Sie die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen abwarten und dann handeln. Doch nun hat die Rating-Agentur Standard & Poor’s auch die Kreditwürdigkeit von Spanien herabgestuft, nachdem bereits am Griechenland natürlich, aber auch Portugal schlecht bewertet wurden. Spanien aber wurde auf den dritthöchsten Wert AA heruntergestuft. Dies bedeutet aber immer noch, dass Spanien ein “guter Schuldner” ist. Allerdings haben die Märkte recht erschrocken reagiert auf diese Nachricht. Der Euro-Kurs stürzte nämlich nach der Bekanntmachung nach unten und auch der Dax gab nach. – Dies ist nun der Beginn des europaweiten Dominoeffekts, der von Experten bereits vorhergesagt wurde.
Der Grund für die Herabstufung von Spanien ist das zu erwartende durchschnittliche Wachstum in dem Land von 0,7 Prozent, die für die Jahre 2010 bis 2016 vorausgesagt werden. Eine weitere Herabstufung von Spanien ist weiterhin möglich. Für Spanien bedeutet dies, dass das Land noch weiter Sparmaßnahmen ergreifen muss. Im Gegensatz zur Rating-Agentur Standard & Poor’s erklärte die Agentur Fitch dass man Spanien in ihrem Rating bei “AAA” halten werde. Und bei Moodys steht Spanien derzeit noch bei Aaa. Doch von deren Seite kam bisher keine Äußerung.
Experten gehen derzeit von einem starken Wertverfall des Euros aus. Treffen wird dies vor allem die Unternehmen, die stark vom Export abhängig sind. Die Verbraucher werden es beim Kauf der Produkte merken, die aus den Nicht-EU-Ländern kommen. Allerdings geben die Experten auch zu bedenken, dass die gegenwärtige Krise als doch eher klein einzustufen ist, im Gegensatz zudem was bereits hinter den EU-Bürgern liegt. Im Zuge dieser Entwicklung sehen Experten aber auch dass es wohl weitaus größere Hilfspakete geben wird für das leidende Griechenland.
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