Jörg Kachelmann sitzt in U-Haft
By Schleussner on Mrz 23, 2010 with Kommentare 0
Bei seiner Rückkehr aus Vancouver nach Deutschland wurde Wetterfrosch Jörg Kachelmann am Frankfurter Flughafen wegen des Tatverdachts der Vergewaltigung verhaftet und ins Gefängnis nach Mannheim verbracht. Wegen Fluchtgefahr – Kachelmann ist Schweizer und verfügt in Deutschland über keinen festen Wohnsitz – sitzt er nach wie vor dort in U-Haft und beteuert seine Unschuld – er habe seine langjährige Freundin, die bereits im Februar Anzeige erstattet hatte nicht vergewaltigt. Es steht Aussage gegen Aussage. Die Anwälte von Kachelmann weisen die Vorwürfe als unhaltbar zurück. Doch sowohl Polizei wie auch Gericht schätzen die Aussagen der langjährigen Freundin von Kachelmann als glaubhaft ein. Nach einem Streit in der Wohnung der Frau sei es zum mit Gewalt erzwungenen Geschlechtsverkehr gekommen. Wie nun der Anwalt der Frau mitteilte, haben sich die Vorwürfe durch eine gerichtsmedizinische Untersuchung erhärtet. Hierzu nahm die Staatsanwaltschaft keine Stellung.
Was die Anordnung der U-Haft angeht, so begründet dies die Staatsanwaltschaft nach wie vor mit der Fluchtgefahr und auch aufgrund des möglichen Strafmaßes von 2 bis 15 Jahren, die Kachelmann drohen. Mit seinem potenziellen Vergewaltigungsopfer war Kachelmann 11 Jahre zusammen. Der Anwalt der Frau muss diese inzwischen aber auch verteidigen, denn es gibt inzwischen eine Vielzahl von Unterstellungen dass die Frau Geld abziehen möchte – aus verschmähter Liebe oder aus Rache.
Viele sind auch der Meinung, dass so etwas gar nicht zu Kachelmann passt, denn Mitte Dezember 2009 machte sich der Wetterexperte in Berlin beim Start einer Kampagne gegen die Misshandlung von Kindern mit einem Plakat, das die Aufschrift “Gewalt hinterlässt Spuren” für diese Sache klar. Das Saubermann-Image hat jetzt allerdings empfindliche Kratzer bekommen.
Auch wenn Kachelmann diese Woche vielleicht noch aus der U-Haft entlassen wird, wird man in der ARD bei der Wettermoderation in dieser Woche weiterhin Claudia Kleinert sehen. Dies teilte die ARD-Programmdirektion in München mit. Wie es mit dem Moderationsplan der kommenden Woche aussieht was das Wetter angeht, ist noch nicht entschieden.
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