Caster Semenya – Frau oder Mann?
By Schleussner on Nov 30, 2009 with Kommentare 0
Ist die Südafrikanerin Caster Semenya nun wirklich eine Frau oder doch ein Mann? Diese Frage liegt derzeit beim in dieser Sache eher hilflos wirkenden Leichtathletikverband zur Klärung auf den Tisch. Dabei steht eines fest: Eine Lösung, die wirklich allen gerecht wird, die kann und wird es nicht geben. Wie auch immer die Sache ausgeht: Die Leidtragende ist die Athletin. Dabei geht die 18-jährige derzeit durch die Hölle. Sprüche wie „Caster Semenya sieht aus wie ein Mann.” und „Caster Semenya ist ein Zwitter.” machen ihr im Moment wohl sehr zu schaffen. Es mag dabei auch den einen oder anderen geben, der Caster Semenya vorwirft absichtlich bei den Frauen gestartet zu sein. Dabei ist die Gewissheit unter Umständen anders Erika Schinegger Abfahrtsweltmeisterin wurde und sich nach dem Geschlechtstest einer Geschlechtsumwandlung unterzog. Erika Schinegger dürfte damals ihren Medaille behalten, gab sie aber symbolisch an die damals Zweitplatzierte weiter. Erik Schinegger empfand die Operation damals nicht als Umwandlung, sondern eher als eine Richtigstellung.
Was bei Erika Schinegger damals recht schnell ging, zieht sich bei Caster Semenya nun schon eine Weile hin. Denn der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat noch immer nicht erklärt, nun die 800-Meter-Weltmeisterin ihren Titel verliert ist noch immer unklar. Der Fall wäre einfach zu delikat, um über Details zu sprechen, wie ein IAAF-Sprecher mitteilte. Diese Aussage lässt auch darauf schließen, dass die Ergebnisse der vorgenommenen Untersuchungen entgegen den Beteuerungen der IAAF längst vorliegen. Es gibt wohl immer noch Probleme mit der Interpretation der Resultate. Um das Geschlecht zu bestimmen ist eine Ärztegruppe beauftragt worden, der ein Gynäkologe, ein Internist, ein Endokrinologe, ein Geschlechter-Experte und ein Psychologe angehören.
Dass man bei der einen oder anderen Frau bei Geschlechtertests das eine oder andere Y-Chromosom gefunden hat, ist nicht selten. So war es auch bei den Olympischen Spielen in Atlanta, doch letztlich dürften die Sportlerinnen damals doch starten, alle Frauen aufgrund verschiedener wissenschaftlicher Erklärungen.
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