Agassi beichtet Drogenkonsum

Tennis Legende Andre Agassi

Tolles Aussehen, tolle Karriere, nette Frau und nette Kinder – so kennt man Ex-Tennisstar Andre Agassi. Ein derart strahlendes Image mit dem Agassi einst den Tenniszirkus verließ, hatte kaum ein anderer ehemaliger Tennisstar. Nun offenbarte der 39jährige aber die Schattenseiten seines Ruhms, die geprägt waren von Drogen, Lügen und Betrug. Zutage kam dies nun, als in der britischen „Times“ Auszüge aus seiner Autobiografie erschienen, als Vorabdruck. Darin wird berichtet, dass der Ex-Tennisstar in den 1990er Jahren die Droge Crystal Meth konsumierte und 1997 darauf auch positiv getestet wurde. Dies hätte eigentlich eine dreimonatige Sperre nach sich gezogen, doch habe Agassi an die Tennisorganisation ATP geschrieben. Es sei ein Brief gewesen gespickt mit Lügen, aber geschickt verwoben mit kleinen Wahrheitsschnipseln. Behauptet hat Agassi in dem Brief nämlich, dass er die Substanz „versehentlich” genommen habe. Gegenüber dem ATP bat er um Verständnis und Nachsicht. Dieser Brief zeigte Wirkung. Die ATP entschloss sich den Fall nicht weiter zu verfolgen. In den USA steht allein auf den Besitz von Crystal Meth eine Haftstrafe von fünf Jahren.

In seiner Beichte nun gibt Agassi an, Crystal Meth das erste Mal gemeinsam mit einem Assistenten konsumiert zu haben. Dessen Name bleibt allerdings im Verborgenen. In seiner Autobiografie nennt Agassi ihn „Slim”. Agassi gibt zu, dass er sich zurzeit seines Drogenkonsums in einem Formtief befunden habe und auch privat plagten ihn Zweifel, und zwar an der damals bevorstehenden Hochzeit mit US-Schauspielerin Brooke Shields. Diese Ehe hielt schließlich nur von 1997 bis 1999. Heute ist Agassi clean und mit der deutschen Ex-Tennisspielerin Steffi Graf verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder.

Wie seine Fans auf diese Enthüllungen reagieren ist bislang nicht bekannt. Einer hat sich allerdings schon zu Wort gemeldet – Ex-Tennisstar Boris Becker, der selbst mit diversen privaten Offenbarungen die Öffentlichkeit immer wieder überrascht. Andre Agassi, seinem
einstigen Konkurrenten auf dem Platz, erteilte Becker aber einen verbalen Platzverweis, zeigte also wenig Sympathie für dessen Offenheit.

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