Big Brother Preisgeld ist steuerpflichtig
By Schleussner on Jan 17, 2010 with Kommentare 0
Die Fernsehshow Big Brother ist sehr beliebt unter den RTL 2 Zuschauern. Zum allerersten Mal wurde das Erfolgskonzept, bei dem mehrere ganz normale Menschen in einen Container eingesperrt werden, im Jahr 1999 in den Niederlanden. Die 10. Staffel in Deutschland startete am 11. Januar und endet nach 148 am 7. Juni 2010. Alle zwei Wochen werden Kandidaten nominiert und müssen wenn sie erwählt werden, den Container verlassen. Die anderen müssen weiter diverse Aufgaben erfüllen.
Die ganze Zeit haben sich die Zuschauer von RTL 2 gefragt, was den mit dem Preisgeld geschieht, das der Sieger der Big Brother Staffel erhält. Diese Frage wurde nun durch das Kölner Finanzgericht beantwortet. Danach ist die Teilnahme bei Big Brother, die echte Arbeit ist für die Seele, aber auch einen Menschen formen kann, und das Preisgeld von 250.000 Euro zu versteuern. Der Preis ist damit wirklich hoch, denn immerhin werden die Kandidaten 24 Stunden am Tag von Kameras beobachtet. Außer dem Preisgeld gibt es dann auch noch weitere Einnahmen, wie Gelder aus Fotoshootings, Interviews und andren Drehs. Hierzu sind die Teilnehmer durch den Vertrag mit der Produktionsfirma Endemol verpflichtet.
Genau heißt es im Urteil, dass spätestens mit der Annahme dieser Summe sich für den Kandidaten ein objektiv gegebener wirtschaftlicher Zusammenhang entsteht zwischen der Tätigkeit und der Gewinnauszahlung. Das Preisgeld ist der Lohn für seine Leistung. Und 250.000 Euro sind ganz beachtlich für 148 Tage. Das sind umgerechnet auf den Tag im Container beinahe 1.690 Euro, soviel wie viele Deutsche derzeit in ihrem regulären Beruf nicht einmal im Monat verdienen. Die Begründung des Kölner Finanzgericht geht dabei davon aus, dass die Sieger von Big Brother deutlich über die reine Spieltätigkeit hinaus etwas tun. Big Brother werden also künftig so behandelt als wären sie Künstler. Zahlen muss aber nur derjenige, der gewonnen und das Preisgeld erhalten hat.
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