Wrack aus dem 1. Weltkrieg in der Ostsee entdeckt

Winston Churchill schickte von nun mehr beinahe 100 Jahren die „HMS E18″ in den Ersten Weltkrieg um die Eisenlieferungen zwischen Schweden und Deutschland zu stören und auch um die russische Marine zu unterstützen. Ihre Besatzung – 31 Seeleute – kehrten niemals heim. Das U-Boot blieb über Jahrzehnte verschollen. Nun wurde es gefunden. Ein Suchschiff und ein Tauchroboter machten das Wrack auf dem Grund der Ostsee durch Ortung ausfindig. Erstaunlicherweise befindet sich das Wrack in einem relativ guten Zustand. Der Mann, der die 31 Seeleute einst sozusagen in ihr „nasses Grab“ schickte – Winston Churchill (gestorben 1965) konnte diesen Moment leider nicht mehr miterleben. 1916 war er Erster Lord der britischen Admiralität, also Marineminister der damaligen britischen Regierung. Wie die BBC auf ihrer Website berichtet brach das U-Boot am 25. Mai 1916 vom Hafen Reval (dem heutigen Tallinn und Hauptstadt Estlands) zu seiner letzten Fahrt auf. Am ersten Tag auf See traf die „E18“ auf den deutschen Zerstörer „V 100″ und beschädigte diesen schwer, jedoch sank dieser nicht. Kurz darauf ereilte das U-Boot aber auch schon das Schicksal, als das U-Boot am 2. Juni 1916 auf eine Mine lief und sank. Hinsichtlich dem tragischen Ende der 31 Besatzungsmitglieder gibt es aber auch andere Berichte, nach denen das U-Boot von einem als Handelsschiff getarnten deutschen Kriegsschiff versenkt worden sein soll.

Russlands letzter Zar Nikolaus II. verlieh der Mannschaft postum sogar noch einen Orden. Doch erst die schwedische Meereserkundungsfirma MMT fand das Wrack der „E18″ nahe der estnischen Insel Hiiumaa. Nach Angaben der BBC kamen die entscheidende Hinweise von einem Nachkommen eines Besatzungsmitglieds der „E18″. Der Urgroßenkel eines zufällig überlebenden Bestatzungsmitglieds, der wegen einer Blinddarmentzündung nicht an der letzten Fahrt des U-Boots teilnahm, habe nach jahrelangen Recherchen über den Verbleib von “E18″ erheblichen Anteil an der Aufspürung des Wracks gehabt. Weitere Untersuchungen sollen nun die Umstände des Sinkens von „E18″ klären.

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