Schweinegrippe Impfbereitschaft sinkt

Seit heute Morgen kann man sich gegen das Schweinegrippe Virus H1N1 impfen lassen. In Gesundheitsämtern und Arztpraxen steht der Impfstoff nun zur Verfügung. 52 000 Dosen des Impfstoffs Pandemrix sind vorhanden und impfen lassen sollte sich grundsätzlich jede Person, die einen hohen Kontakt zu anderen Bevölkerungsgruppen hat, wie Kindergärtnerinnen, Lehrer, Ärzte oder Personal in öffentlichen Gebäuden etc. Begonnen wurde heute mit Polizisten, Feuerwehrleuten und Klinikmitarbeitern.

Der Berufsverband Deutscher Internisten rief zur Impfung auf und appelliert an die Bevölkerung, sich der Impfung zu unterziehen. „Die neue Grippe verläuft bisher noch relativ harmlos, doch könnte sich die zweite Welle potenziell anders ausfallen!“ Zu den Risikogruppen gehören Schwangere und chronisch kranke Menschen. Diese Personen sollten sich unbedingt eingehend von einem Arzt beraten lassen. In den seltensten Fällen gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten, so dass man sich auch bei Medikamenten-Einnahme impfen lassen kann. Dies gilt eben für Patienten mit Allergien oder solche, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Kinder die älter als 3 Jahre sind, können in einer Einzelfallsentscheidung zwischen Eltern und Kinder- und Jugendarzt geimpft werden. Für Kinder unter 3 Jahren ist der Impfstoff nicht geeignet.

Obwohl die Praxisgebühr für die Impfung entfällt und die Kosten von den Krankenkasse übernommen werden ist die Impfbereitschaft drastisch gesunken! Im Juli ergab sich laut einer Umfrage, dass sich 51% der Bevölkerung impfen lassen wolle, jetzt sind es nur noch 13%. Die Mehrheit der Befragten halten die Warnungen vor der Schweinegrippe für übertrieben!

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