Roboterhand transplantiert
By Schleussner on Dez 02, 2009 with Kommentare 0
Wer kennt den Arm des Terminators aus dem gleichnamigen Kinofilm nicht, die letztlich für das ganze Unheil verantwortlich ist? Nun hat ein Mann mit dem Namen kann der 27-jährige Pierpaolo Petruzziello eine derartige Roboterhand als erhalten und kann endlich wieder greifen. Das Meisterstück der Chirurgenkunst gelang italienischen Chirurgen. Von diesen wurde Pierpaolo Petruzziello die neuartige Roboterhand angenäht. Das Tolle an dieser Roboterhand ist, dass Pierpaolo Petruzziello damit nicht nur greifen sondern auch fühlen kann. Die Cyberhand wird über das Gehirn gesteuert und zwar mit der Hilfe seiner Gedanken.
Diese Transplantation war notwendig geworden, weil der Mann seinen linken Unterarm bei einem Autounfall verloren hatte. Nun steuert er über vier Elektroden sein Tun und Handeln mit seiner neuen linken Hand, die über fünf Aluminiumfinger verfügt. Die feinsten Fasern der Elektroden sind zehn Millionstel Millimeter dünn. Die mechanischen Teile bestehen aus Stahl und die Handoberfläche aus Kohlenfasern. Schwer zu tragen hat Pierpaolo Petruzziello an seinem neuen Körperteil nicht, denn ganze 2 Kilo wiegt die Prothese nur.
Es handelt sich bei dieser Cyber-Hand um einen bisher einmaligen Bionik-Erfolg. An deren Entwicklung beteiligt waren unter anderem Neurologen und Bio-Ingenieuren des Biomedico-Campus in Rom. Die Transplantation selbst wurde im Übrigen schon vor einem Jahr vorgenommen, nun wurden die viel versprechenden Ergebnisse übermittelt. Die Cyber-Hand von Pierpaolo Petruzziello ist dabei ein Prototyp, denn sie ist nicht fest angeschlossen und die Elektroden müssen nach 30 Tagen ausgetauscht werden. Bis andere Betroffene von den nun ausgewerteten Ergebnissen profitieren können, wird es vermutlich noch drei Jahre dauern. An der Elite-Hochschule Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa wurde die Cyber-Hand entwickelt und dort und auch am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert wo die Elektroden her stammen, forscht man natürlich weiter. Finanziell ist man aber gut ausgestattet, denn es gab für die Forschungen und den praktischen Einsatz aus dem EU-Fonds 2 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren. Das Ziel ist nun einmal primär im Rahmen der mehrjährigen Testphase zu erreichen, dass Petruzziello die Cyber-Hand endgültig implantiert werden kann
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