Quelle ist pleite

Dass es den Quelle Versand künftig nicht mehr geben wird, erfuhren die Mitarbeiter und die Betreiber der Quelle Shops heute aus dem Radio zum Frühstück. Ein Schock für alle, die für Quelle arbeiten. Dabei ist auf der Webseite der Versandhandelssparte Primondo, zu der auch Quelle gehört, auch heute noch zu lesen gewesen dass Arbeiten bei Quelle toll ist und dass man den Mitarbeitern dort eine Arbeitswelt bietet, die vielfältiger kaum sein kann. – Eine Ironie, wenn man bedenkt, dass nun mehrere Tausend Quelle Mitarbeiter auf der Straße stehen. Dabei befanden sich schon viele Mitarbeiter von Quelle seit Juni 2009 in einem Strudel von Selbstzweifel, Depression und Verzweiflung wieder, wobei sowohl die Arcandor Manager, wie auch Politiker und nicht zuletzt der Arcandor Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg den Verzweifelten rasch Hoffnung auf den Fortbestand des Traditionsunternehmens machten.

Die Wendung kam nun allerdings recht rasch nachdem angeblich mehrere ernsthafte Interessenten binnen weniger Tage abgesprungen seien. Nun sollen bei Quelle noch vor Weihnachten die Lichter ausgehen. Die Dauer des Ausverkauf der Lagerbestände schätzt man auf 4 bis 6 Wochen. Dabei sollen die meisten der rund 3000 Quelle-Mitarbeiter im Raum Nürnberg-Fürth wohl nur noch bis Ende Oktober ihr Gehalt erhalten. Ab 1. November wird ein Großteil der Beschäftigten freigestellt. In den kommenden Tagen wird der Mehrheit der 7000 Mitarbeiter von Quelle und seiner Schwestergesellschaften die Arbeitsplatz Kündigung zugehen. Es werden lediglich die Mitarbeiter aus den Bereichen Callcenter, Bestellaufnahme und Warenlogistik sein, die noch einige Zeit weiterarbeiten können. Der Insolvenzverwalter will nun mit Rabattaktionen versuchen noch ein wenig Geld einzunehmen. Aber selbst dieses Geld wird wohl nicht ausreichen, um die Transfergesellschaft, in der rund 800 bereits entlassene ehemalige Quelle-Beschäftigte untergekommen sind, zu finanzieren. Betroffen vom Aus bei Quelle ist auch die Post-Tochter DHL, die den Versand der Quellepakete übernommen hat. Auch dort werden vermutlich einige Stellen wegfallen.

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