Meteoritenalarm über Norddeutschland

Am Dienstagabend gegen 19 Uhr hielt eine leuchtende Kugel die Menschen in Norddeutschland in Atem. Augenzeugen in Bremen, Hamburg und Niedersachsen berichteten Polizei und Feuerwehren aufgeregt von einer „brennenden Kugel“, bzw. einem „leuchtenden Gegenstand am Himmel“, einige meinten auch ein Ufo gesehen zu haben. Das Gebilde sah auch wie eine leuchtende Kugel, die im Flug spektakulär zerbrach. Einige der Anrufer wollen sogar gesehen haben, wie die Kugel zerbröselt und auf den Boden gefallen ist. Viele erkannten, dass es sich um keinen Flugzeugabsturz gehandelt hatte. Doch weder in Bremen und Niedersachsen, noch in Hamburg sind keine Einschläge gefunden oder gar Schäden festgestellt worden.

Experten gehen davon aus, dass es sich um einen Meteoriten gehandelt hat. Einschlägige Internetforen haben daran keine Zweifel geäußert. Dies bestätigte auch der deutsche Meteoritensucher Thomas Grau. Auch die Experten des Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin meldeten sich zu Wort. Es sei allerdings noch zu hell gewesen, um mit den Kameras das Ereignis genau zu erfassen. Zu dieser Jahreszeit nimmt das automatische Beobachtungsnetzwerk seinen Dienst erst um 19.45 Uh auf.

Auch wenn ein derartiger Himmelskörper dicht über der Erde erst zerberstet und dies die Aufmerksamkeit der Bevölkerung erregt, ist dies verständlicherweise für viele beunruhigend, denn die Menschheit ist diesen Phänomenen nahezu hilflos ausgeliefert, die Experten können dem Ereignis auch etwas Positives abverlangen, nämlich die Zahl der Augen- und Ohrenzeugen war bei diesem Ereignis sehr groß, anders als bei Vorfällen, die sich mitten in der Nacht ereignen und daher unbemerkt bleiben. Meteoritenfunde sind im Übrigen selten. Dies hat auch etwas damit zu tun, weil die Reste kaum von gewöhnlichen Steinen unterschieden werden können. Die meisten Fundstücke stammen daher auch aus dem ewigen Eis der Antarktis und der Wüste im Sudan. Allein in diesem Frühjahr trugen Suchtrupps dort unter Leitung von Peter Jenniskens vom Seti-Institut im kalifornischen Mountain View mehrere Dutzend Bruchstücke zusammen.

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