Loveparade 2010 in Duisburg Tragödie
By EriE on Jul 26, 2010 with Kommentare 0
Am Wochenende trafen sich in Duisburg 1,4 Millionen Raver um ausgelassen zum Techno-Sound zu tanzen. Kurz vor 17.00 Uhr entstand dann völlig unerwartet ein Gedränge, aus dem dann die Massenpanik ausbrach und die Katastrophe unaufhaltsam wurde. Bei dem fürchterlichen Unglück starben 19 Menschen und mehr als 340 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.
Der Zugang zum Gelände führt die Raver durch einen 300 Meter langen Tunnel, welcher noch der einzige Zugang war, da die anderen Eingänge bereits wegen Überfüllung durch die Sicherheitskräfte und Polizei geschlossen wurden. Die Raver wollten trotzallem durch und verschafften sich den Zugang. Es herrschte die totale Enge, jeder schob nur noch seinen Vordermann, drängte die Menschen rechts und links neben sich rücksichtslos zur Seite. Ein Teil der Besucher kletterte auf eine Nottreppe und ein Gerüst, auf dem die Lautsprecher angebracht waren und stürzten in die Tiefe. Die Schreie der ersten Verletzten folgten und schon brach die Panik aus. In Todesangst versuchten die Menschen über Zäune zu steigen, kletterten Wände hoch und versuchten nur noch der Todesfalle zu entrinnen. Tausende Menschen folgten und es gab keine Möglichkeit, dass Gelände zu verlassen, die Raver wurden überrannt und zu Tode gequetscht. Laut Aussagen von Überlebenden lagen zum Teil bis zu sieben Menschen übereinander und die Masse rannte rücksichtslos und panisch über sie hinweg.
Erste Trauernde kamen zu dem Unglückstunnel in dem es zu der Katastrophe kam und zündeten Kerzen an, um ihr Mitgefühl mit den Opfern zu bekunden. Im Laufe des heutigen Tages werden im Rathaus Duisburg Kondolenzbücher ausgelegt werden. Eine Trauerfeier wird auch bereits geplant und vorbereitet.
Bereits im Vorfeld gab es Zweifel über das Gelände und die Zugangsmöglichkeiten für die vielen tanzfreudigen Raver. Das von der Stadt Duisburg dafür ausgewählte Bahnhofsgelände ist für maximal 250 000 Menschen geeignet und geschätzte 1,4 Millionen drängten sich in das ausgewiesene Areal. Der einzige Zugang zum Festgelände führt durch zwei sehr lange Tunnel, die unter den Bahngleisen zum Ort des Geschehens führen.
Die Staatsanwaltschaft ist eingeschalten und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zeugenaussagen und private Videoaufnahmen mit dem Handy sollen mit Aufschluss geben, wie es zu der Massenpanik kommen konnte.
Die beschlagnahmten Unterlagen bezüglich der Sicherheitslücken sollen nun Aufschluss geben. Allen Betroffenen und den Angehörigen der Verstorbenen und Verletzten, gilt unsere aufrichtige Anteilnahme und unser Mitgefühl.
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