Love Parade Unglück Haftungsfrage noch offen

loveparade 2010 duisburg1 150x150 Love Parade Unglück Haftungsfrage noch offenDie Love-Parade-Tragödie vom vergangenen Samstag hat nun insgesamt 21 Todesopfer gefordert. Nach den ersten 19 Todesopfern, die bereits am Samstag zu beklagen waren, sind im Laufe der Woche zwei weitere der 511 Verletzten gestorben. Wer schuld ist an der ganzen Tragödie wird wohl die Staatsanwaltschaft klären müssen, denn sowohl die Stadtverwaltung von Duisburg und auch der Love-Parade-Veranstalter Rainer Schaller schieben sich nun die Schuld gegenseitig zu. Für den Fall, dass die Stadt Duisburg haften müsste für die Behandlungskosten der Opfer käme eine überregionale Versicherung auf. Für den Fall, dass Veranstalter Rainer Schaller, der das Großereignis im Rahmen einer Haftpflichtversichrung mit 7,5 Millionen Euro bei der Axa versichert hat, in die Haftung genommen wird, sieht es für die Opfer schlecht aus. Denn allein die Behandlungskosten für die 511 Verletzten schätzt man, dass ein zweistelliger Millionenbetrag inzwischen aufgelaufen ist. Hinzu kommen auch noch die Beerdigungskosten für die bisher 21 jungen Opfer, die so brutal aus dem Leben gerissen wurden.

Kurzum: Die Tragödie bei der Love Parade hat für alle Beteiligten harte Folgen, sowohl finanziell, wie auch strafrechtlich. Denn nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft prüft man derzeit nicht nur mögliche Sicherheitslücken, sondern ermittelt in alle Richtungen. Eines steht jedoch fest: Der Verursacher der Massenpanik muss dann auch für den entstandenen Schaden gerade stehen. Wie Experten meinen, wird es wohl absehbar sein, dass ein Richter darüber ein Urteil fällen muss. Und sollte dann Rainer Schaller als Veranstalter schuldig gesprochen werden, dann haftet dieser über die Versicherungssumme von 7,5 Millionen Euro hinaus mit seinem Privatvermögen. Und dieses ist beachtlich. Der Gründer der Fitnesskette McFit ist millionenschwer. Ginge es allein nun nach der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, so ist Schaller der Schuldige. Widersprüchlich ist nun jedoch auch, dass Duisburgs Bürgermeister Sauerland auf einmal keine Genehmigung unterschrieben haben möchte für den auch bei den Sicherheitsbehörden von vorne herein umstrittenen Austragungsort der Love-Parade 2010 in Duisburg.

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