Klimaschutz für die Ozeane gefordert

Wasser ist die „Lunge der Erde“. Mehr als die Hälfte des Planeten ist mit Wasser bedeckt. Aus diesem Grund nennt man die Erde auch den „Blauen Planeten“. Auf der Erde ist reichlich Wasser vorhanden. Es sind ca. 1,4 Milliarden Kubikkilometer. Aus dem Wasser ist einst das Urleben entstanden. Dabei hat die Welt und damit auch die Menschheit ein ganz besonderes Problem mit dem Wasser, ein CO2-Problem nämlich. Und zwar eines, an das man kaum denkt, nämlich Kohlendioxid macht die Ozeane sauer. Dieses nehmen sie aus Schornsteinen, Autos und brennenden Wäldern, also aus der Luft auf. Die in den Ozeanen lebenden Lebewesen mit Kalkschalen (entweder im Larven- oder im Erwachsenenstadium) sind dadurch akut gefährdet und damit die gesamte Nahrungskette, die für das ökologische Gleichgewicht im Meer sorgt. Doch auf der Weltklimakonferenz schlagen die Wissenschaftler nun Alarm, denn dass CO2 zur Erderwärmung beiträgt, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Die Aufnahme des Kohlendioxid durch die Ozeane verlangsamt zwar den Anstieg der CO2-Konzentration in der Luft und an Land, doch es führt im Meer dazu, dass sich Kohlensäure bildet. Und wer gerne Mineralwasser trinkt, der weiß, dass diese auch dieses Getränkt leicht säuerlich macht. Allerdings kann eine sehr hohe Kohlensäurekonzentration eine katastrophale Wirkung haben. Einer Studie zufolge könnten die Ozeane bis 2050 um bis zu 150 Prozent saurer werden von ihrer Wasserqualität her. Bis 2032 bereits könnte in den arktischen Gewässern durch den CO2-Anstieg schon ein massiver Kalkmangel eintreten. Und bis 2100 könnten die Gewässer für Kaltwasserkorallen unbewohnbar werden.

Aus gegebenen Anlass berieten daher heute Meeresforscher und Politiker auf dem „Ocean Day” im Rahmen der Weltklimakonferenz über die Folgen steigender CO2-Emissionen für die Ozeane. Dabei wurde deutlich, dass die Ozeane an der Grenze der Aufnahmefähigkeit stehen. Sehr viele Arten, die auch für den Menschen bedeutsam sind, wie Lachse und Muscheln sind letztlich auch gefährdet.

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