Keine weiße Weihnachten
By Schleussner on Dez 21, 2009 with Kommentare 0
Die erste große Kältewelle des Winters 2009 / 2010 ist offenbar zu Ende. Tauwetter hat eingesetzt. Zu Weihnachten werden wieder deutliche Plusgrade erwartet. Aber der Winter, der kalendermäßig gerade heute begonnen hat, ist noch lange nicht zu Ende. Doch die erste Schnee- und Eiswelle hatte ganz Europa in ihrem Griff und für Chaos auf den Straßen gesorgt. Und auch die Fluggäste mussten auf ihre Flüge und Anschlussflüge an den Flughäfen ausharren, weil Flüge ersatzlos gestrichen wurden. Frost bis zu Minus 30 Grad hat auch in Deutschland die ersten Kältetoten dieses Winters gefordert. In Deutschland starben bereits sechs Menschen, wie ein 81jähriger in Thüringen, der von Spaziergänger am Sonntag tot aufgefunden wurde. Dieser war erfroren, nachdem er sich vermutlich verlaufen hatte. Und auch der erste Obdachlose ist in diesem Winter tot aufgefunden worden. Die Kälte strapazierte aber auch so manche Heizungsanlagen und Wasserleitungen, wobei an einigen Orten die Wasserrohre brachen und zusätzlich für rutschige Fahrbahnen sorgten.
Doch vorläufig ist erst einmal Schluss mit der Eiseskälte. In Deutschland steigen die Temperaturen wieder auf bis zu 10 Grad ins Plus. Ein weißes Weihnachtsfest werden nur wenige Deutsche haben. Schuld daran ist milde Atlantikluft, die den bis heute gefallenen Schnee schmelzen lässt. Allerdings ist der Boden nach wie vor gefroren und die kalte Luft wird sich vorläufig zäh am Boden halten. Für den Mittwoch ist dann allerdings auch wieder Schnee gemeldet. Im Süden zumindest bleibt daher die Hoffnung auf ein weißes Weihnachtsfest. Dabei gilt allerdings als wahrscheinlich: Je später am Dienstag der Schnee in Regen übergeht, desto früher wird am Mittwoch der Regen zu Schnee. Regen und Föhn sind allerdings für den Donnerstag – Heiligabend vorhergesagt. Wintersport ist nach Einschätzung der Meteorologen in Höhen von über 500 bis 1000 Meter möglich. Die Staus auf den Autobahnen hin in Richtung der Wintersportorte ist also wahrscheinlich.
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