Ig-Nobelpreis vergeben

Forschungsarbeiten haben in der Regel schon ihren Sinn oder Zweck. Die Ergebnisse, die dabei herauskommen, können aber auch schon mal etwas Kuriosen und auch Witziges an sich haben. Insbesondere Forschungsarbeiten, die zum Nachdenken anregen, aber auf den ersten Blick mehr lustig als praktisch sind, werden einmal im Jahr mit dem Ig-Nobelpreis prämiert. 2009 ging diese Auszeichnung unter anderem an Mexikaner, welchen aus Tequilla Halbleiter herstellten. Darüber hinaus auch an eine Medizinerin, die einen Büstenhalter erfand, der auch als Atemschutz dienen kann. Es handelt sich hier um die Medizinerin Elena Bodnar von der Universität von Chicago. An Sie ging in diesem Jahr der Ig-Nobelpreis in der Kategorie Gesundheitswesen. Der BH, der zum Lebensretter werden kann, lässt sich vom Mode Accessoire fix in zwei Atemschutzmasken umbauen. Bodnars Entwicklung geht dabei auf eine persönliche Erfahrung zurück. Einst behandelte sie nämlich zahlreiche Kinder nach dem Unglück von Tschernobyl 1986. Diese hatten radioaktiven Staub eingeatmet. Ein Thema also, dass die Menschen nun wirklich nicht zum Lachen bringt, sondern zum Nachdenken. So lautet auch das Motto, nachdem die Jury die Forschungsarbeiten beurteilt, die in Frage kommen.

Zu den weiteren Preisträgern des diesjährigen Ig-Nobelpreis zählen auch Catherine Douglas und Peter Rowlinson von der Newcastle University. Diese erstellten eine Studie über Milchkühe. Diese hatte zum Ergebnis, dass die Jahresleistung einer Milchkuh um bis zu 250 Liter gesteigert werden kann, wenn man der Kuh einen Namen gibt und sie auch beim Namen nennt, wodurch die Tiere mehr Aufmerksamkeit genießen. So mancher Milchbauern wird diese Erkenntnis sicher nutzen. Aber auch alle Arthrose Geplagten geben diesjährige Preisträger des Ig-Nobelpreis endlich Antworten, nämlich auch die quälende Frage, ob ihr in früheren Jahren praktiziertes Fingerknacken maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sie heute unter Arthrose leiden. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, wurde aber nun von einem Mann namens Donald Unger widerlegt. Dieser wurde mit diesem Preis nun für seinen mehr als 60jährige Selbstversuch belohnt.

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