Flüssigkeiten im Handgepäck 2013 wieder zugelassen

Der 11. September 2001, der Tag an dem in New York und Washington mehrere tausend Menschen dem Terror der al-qaida zum Opfer fielen, hat das Sicherheitsbewusstsein jedes Einzelnen gestärkt, aber letztlich auch dazu beigetragen, dass die Sicherheitsmaßnahme an den internationalen Flughäfen eine drastische Verschärfung erfuhren. So ist die Mitnahme von Cremes, Parfüm, Shampoo und anderen Flüssigkeiten nur noch in Mengen möglich, in denen es unmöglich wäre aus den einzelnen Komponenten eine Bombe zu basteln. 2006 erst hatte die EU die Mitnahme von Flüssigkeiten massiv eingeschränkt, und zwar nachdem die britische Polizei am Londoner Flughafen Heathrow Terroranschläge auf US-Flugzeuge vereiteln konnte.

Doch zumindest auf europäischem Boden sollen die Flugpassagiere wieder die Möglichkeit erhalten Cremes etc. wieder im Handgepäck mitnehmen zu können. Nachdem ein Drei-Stufen-Plan, den die EU Kommission unterbreitet hatte durch die EU-Regierungen abgelehnt wurde, hatten diese eine Verlängerung des Verbots der Mitnahme von Flüssigkeiten etc. bis 2013 gefordert. So können ab April 2013 die Fluggäste wieder Getränke mitführen und auch größere Cremetuben und Shampooflaschen im Handgepäck sind wieder zugelassen.

Der Vorschlag der EU Kommission sah im Rahmen des Drei-Stufen-Plans vor, dass dies schrittweise bis 2014 erfolgen soll. Ursprünglich aber sollte das Flüssigkeitsverbot für Handgepäck schon im April 2010 beendet werden. Allerdings knüpfen die EU-Regierungen die Aufhebung des Verbots ab 2013 daran, dass es an den Flughäfen Scanner gibt, die Flüssigsprengstoff erkennen können. Während die Politik bemüht ist wieder ein wenig Vertrauen in ihre Bürger zu fassen, sieht der Flughafenverband ADV wieder die Kostenseite. Denn durch die Forderung der EU-Regierungen nach Scannern, die Flüssigsprengstoff erkennen können, sieht diese die Kosten bei den Flughafenbetreibern hängen, die dann 2013 möglicherweise eine unausgereifte Technik einführen, weil die Geld fehlen. Dabei müssten den Preis für ausgereifte Technik wieder die Passagiere zahlen. Der Flughafenverband ADV fordert daher eine Beteiligung der Regierungen an den Kosten für die Einführung der Scanner, die Flüssigsprengstoff erkennen können. Für die Passagiere allerdings bedeutet dies ab 2013 eine weitere Reiseerleichterung.

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