Felsbrocken stürzt auf Wohnhaus
By Schleussner on Jan 26, 2010 with Kommentare 0
In Stein an der Traun in Oberbayern, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, ist ein riesiger Felsbrocken gegen 19.45 Uhr am Montag Abend auf ein Wohnhaus gestürzt. Zwei Menschen (Vater und die 18jährige Tochter) konnten nur noch tot geborgen werde. Die Mutter und der 16jährige Sohn der über Stunden hinweg als verschüttet gegoltenen Familie haben das Unglück schwerverletzt überlebt. Die rund 200 Rettungskräfte waren teils mit bloßen Händen dabei Stein für Stein abzutragen, um an die Verschütteten heranzukommen. Feuerwehr und THW arbeiteten hier Hand in Hand. Die beiden Überlebenden hatten sich mit Klopfzeichen bemerkbar gemacht. Deren Position konnten sich die Helfer aber nur langsam nähern.
Als das Haus vom Felsbrocken (der so groß war ein Bus) getroffen wurde, hallte ein fruchtbarer Knall durch den kleinen Ort in Oberbayern. Abgebrochen ist der tonnenschwere Brocken von einer sich hinter dem Haus befindlichen Felswand. Das Haus der einst vierköpfigen Familie ist nach dem Unglück nur noch ein Trümmerberg. Als erster bemerkte eine Autofahrer das Unglück und alarmierte die Einsatzkräfte. Den nach und nach eintreffenden Rettungskräften bot sich vor dem Unglücksort ein Bild des Grauens. Kein Stein stand mehr auf dem anderen. Dass überhaupt noch zwei Überlebende sich unter den Trümmern befanden, grenzt nahezu an ein Wunder. Der Grund, warum kein schweres Räumgerät eingesetzt werden konnte, war zum einen die Ungewissheit wo sich die Überlebenden befanden, zum anderen drohte die von Wasser unterspülte Felswand nach zu rutschen. Die beiden Überlebenden sind wie inzwischen gemeldet wurde außer Lebensgefahr.
Im Einsatz waren auch eine Rettungshundestaffel, die in den Ort beordert worden war. Ebenfalls zugezogen zu den Rettungsarbeiten wurde ein Geologe. Diese sollte die Beschaffenheit des Gesteins prüfen. Die Nachbarhäuser des eingestürzten Hauses wurden vorsichtshalber evakuiert. Noch in der Nacht kam auch der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zum Unglücksort und ließ sich vor Ort über die Lage unterrichten. Obwohl es wohl ein Naturereignis war, ermitteln nun Polizei und Staatsanwaltschaft.
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