Erdbeben erschüttert Haiti

Der Karibikstaat Haiti wurde von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 vor der Küste erschüttert. Offenbar gab es heftige Schäden und wohl zahlreiche Opfer. Es gibt Gerüchte darüber, das unter anderem ein Krankenhaus bei Petionville nahe der Hauptstadt Port-au-Prince eingestürzt sein soll. Ein Tsunamiwarnung für die Dominikanische Republik, die Bahamas und Kuba wurde herausgegeben, inzwischen aber wieder aufgehoben. Über mögliche Opfer auf Haiti gibt es bislang noch keine konkreten Angaben.

Raymond Joseph, Haitis Botschafter in den USA sagte gegenüber dem US-Sender CNN, dass er selbst bisher nur wenig Informationen habe, aber er gab zu verstehen, dass er eine Katastrophe von einem größeren Ausmaß erwartet. Schon bei dieser Gelegenheit bar der Botschafter die USA um Unterstützung. Und US-Präsident Barack Obama sicherte zu, dass die Vereinigten Staaten bereit stünden, Haiti Hilfe zu leisten. Es ist inzwischen auch schon ein der Präsidentenstab in Alarmbereitschaft versetzt worden, um humanitäre Hilfe bereit zu halten und sofort in die Wege zu leiten. Auch das US-Militär steht bereit, um aktiv eingreifen zu können. Die bislang einzigste einigermaßen zuverlässigste Informationsquelle ist ein amerikanischer Regierungsbeamter, der sich derzeit auf Haiti aufhält. Dieser berichtete von mehreren Häusern, die in eine Schlucht gestürzt seien. Aber auch ein AFP-Reporter hat sich inzwischen gemeldet. Dieser berichtet dass das Beben in Port-au-Prince mehr als eine Minute andauerte. Autos seien dabei regelrecht durch die Luft geflogen.

Das seismologisch-geologische Institut der USA (USGS) teilte mit, dass das Epizentrum des Bebens etwa 16 Kilometer westlich von Hauptstadt Port-au-Prince läge, und zwar in 10 km Tiefe. Ereignet hat sich das Beben um 16.53 Uhr Ortszeit (also um 22.53 MEZ). In der Folge wurde Haiti von zwei weiteren Erdstößen erschüttert. Diese hatten laut USGS die Stärken 5,9 und 5,5. Wieder einmal hat es also die Ärmsten der Armen getroffen, denn Haiti gilt als das ärmste Land der westlichen Welt. Uno-Friedenstruppen sind dort seit 2004 präsent.

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