Außer Schweinegrippe derzeit keine Influenza Viren in Deutschland

Geht dieser Tag ein von Grippe Geplagter zum Arzt, wird gleich eine Diagnose gestellt – Schweinegrippe. Denn nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin ist das H1N1-Virus derzeit derart dominant, dass die in dieser Jahreszeit eigentlich übliche saisonale Influenza praktisch nicht existiert. Und dabei ist es schwierig für die Experten zu sagen, wie lange die Schweinegrippe in Deutschland noch grassieren wird. Es sei durchaus möglich, wie das Robert-Koch-Institut bekannt gab, dass das neue Virus ein fester Bestandteil des saisonalen Grippe-Geschehens in den kommenden Jahren werden kann und sich somit ein vierter Stamm an Viren auftut, die die Grippewellen bestimmen werden. Nach den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien die besonders schweren Erkrankungen und Todesfälle bei dieser Art Grippe hauptsächlich unter den Erwachsenen unter 50 Jahren sehr stark vertreten, was in einem starken Widerspruch zu den normalen Grippewellen steht. Hier finden sich die schweren Fälle zu 90 Prozent insbesondere bei Menschen im Alter von 65 Jahren, bzw. älter. Der Influenza-Experte der WHO, Keiji Fukuda, gab an dass man bei der WHO ziemlich besorgt sei über die Muster, die sich hinsichtlich der Schweinegrippe abzeichnen. Allerdings sei der H1N1-Virus derzeit recht stabil, auch was den massiven Ausbruch angeht, der aus der Ukraine gemeldet wurde. Das heißt Anzeichen für eine Mutation des H1N1-Virus gäbe es bislang noch nicht.

In Deutschland rief Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler erneut zum Impfen auf, und zwar ganz nach dem Motto: Impfen ist der beste Schutz vor der Neuen Grippe. Heißt: Desto mehr Menschen sich impfen lassen, desto höher ist der Schutz für alle. Rösler selbst hat sich nach eigenen Angaben schon gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Ende kommender Woche sei dann die Impfung gegen die Schweinegrippe dran. Rösler gab an sich den Impfstoff spritzen zu lassen, der jedem Bundesbürger zur Verfügung steht. Die Diskussion um die beiden unterschiedlichen Impfstoffe ist indes noch nicht beendet. Rösler betonte in diesem Zusammenhang nochmals, dass es sich lediglich um Impfstoffe von zwei unterschiedlichen Herstellern handle, die Wirkung sei gleichwertig.

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