Ausnahmezustand auf Münchner Flughafen

Seit dem 11. September 2001 sind die Behörden auf den internationalen Flughäfen in Alarmbereitschaft. Dennoch kam es kürzlich erst zu einem Zwischenfall über den Wolken von Detroit, der nur durch das beherzte Eingreifen von Flugpassagieren verhindert werden konnte. Seither gab es eine Reihe von auch banalen Zwischenfällen auch auf deutschen Flughäfen, die den nationalen und internationalen Flugverkehr oft für Stunden blockieren. So auch heute wieder. Der Ort des Vorfalls war dieses Mal der Flughafen München. Dort wurde beim Check eines Computers durch die Sicherheitsgeräte im Terminal 2 ein Sprengstoffalarm ausgelöst. Ein Mann war aufgefallen. Doch von dem Verdächtigen fehlt auch jetzt noch jede
Spur.

Die Polizei sperrte um den Verdächtigen zu finden große Teile des Gebäudes ab und stoppte auch Flugzeuge, die bereits zum Start rollten. Die Bundespolizei gab am Abend dann Entwarnung, was für den Airport bedeutet, dass der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Wie ein Sprecher mitteilte seien die Maßnahmen rein prophylaktisch ergriffen worden. Diese Maßnahmen bedeutete für etliche Fluggäste eine erhebliche Beeinträchtigung. Annulliert wurden insgesamt 33 Flüge und 100 weitere starteten mit Verspätung. Noch am Abend warteten rund 1000 Passagiere auf eine Flug.

Inzwischen wurde eingeräumt, dass es sich nicht unbedingt um einen Sprengsatz gehandelt haben muss. Denn das entsprechende Gerät würde bei den Sicherheitskontrollen durchaus auch einmal auf andere Stoffe reagieren, wie etwa auf Parfüm. Die Polizei hält inzwischen auch einen Fehlalarm für wahrscheinlich. Bei dem Mann mit dem Laptop habe es sich vermutlich um einen Geschäftsmann gehandelt. Dieser sei wohl so gerannt, weil er seinen Flug nicht verpassen wollte. Der Mann habe wohl nicht mitbekommen, dass er aufgefordert gewesen wäre zur näheren Untersuchung zu bleiben. Das Beispiel von heute zeigt, wie wichtig es ist frühzeitig zum Flughafen zu kommen, um durch die verschärften Kontrollen beim Einchecken nicht seinen Flieger zu verpassen.

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